Pflegefachkraft Gehalt in Sachsen: Haustarife, TVöD und Regionen
Median, Gehaltsspanne, Städte und Altersgruppen auf Basis der amtlichen Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit.
Statistische Werte ohne Gewähr – sie begründen keinen Anspruch auf eine bestimmte Vergütung. Methodik & Hinweis
Das Wichtigste in Kürze
- Pflegefachkräfte in Sachsen verdienen in Vollzeit im Median 4.290 € brutto im Monat.
- Die mittlere Hälfte liegt zwischen 3.864 € und 4.738 €: Ein Viertel verdient weniger, ein Viertel mehr.
- Das sind 297 € bzw. 6,5 % weniger als der bundesweite Median von 4.587 €.
- Im Vergleich der 16 Bundesländer liegt Sachsen auf Platz 16.
- Unter den ausgewiesenen Großstädten liegt Leipzig mit 4.445 € vorn.
- Die Unikliniken in Dresden und Leipzig zahlen nach Haustarifen mit ver.di, das Städtische Klinikum Dresden nach TVöD (P 7 ab 3.510,30 €).
- 2026 gab es Erhöhungen: Uniklinikum Leipzig plus 2,8 % (mindestens 100 €) rückwirkend ab 01.04.2026, Uniklinikum Dresden plus 2,5 % rückwirkend ab Mai 2026.
- Median brutto / Monat
- 4.290 €
- Mittlere 50 %
- 3.864–4.738 €
- vs. Deutschland
- −6,5 %
- Rang unter 16 Ländern
- 16
Pflegefachkraft Gehalt in Sachsen im Vergleich zu Deutschland
| 25 % verdienen weniger als | Median | 25 % verdienen mehr als | |
|---|---|---|---|
| Sachsen | 3.864 € | 4.290 € | 4.738 € |
| Deutschland | 4.111 € | 4.587 € | 5.116 € |
Pflegefachkraft Gehalt in Städten in Sachsen
Die Bundesagentur für Arbeit weist Werte nur für ausgewählte Großstädte aus. Für andere Orte gelten die Werte für Sachsen als Orientierung.
| Stadt | 25 % verdienen weniger als | Median | 25 % verdienen mehr als |
|---|---|---|---|
| Leipzig | 4.025 € | 4.445 € | 4.895 € |
| Dresden | 4.018 € | 4.369 € | 4.831 € |
Pflegefachkraft Gehalt in Sachsen nach Alter
| Alter | 25 % verdienen weniger als | Median | 25 % verdienen mehr als |
|---|---|---|---|
| unter 25 Jahre | 3.755 € | 4.006 € | 4.243 € |
| 25 bis unter 55 Jahre | 3.907 € | 4.358 € | 4.790 € |
| 55 Jahre und älter | 3.969 € | 4.539 € | 5.005 € |
Pflegefachkraft Gehalt nach Bundesland
| Platz | Bundesland | Median |
|---|---|---|
| 1 | Baden-Württemberg | 4.784 € |
| 2 | Saarland | 4.768 € |
| 3 | Bremen | 4.708 € |
| 4 | Hessen | 4.667 € |
| 5 | Berlin | 4.655 € |
| 6 | Bayern | 4.632 € |
| 7 | Hamburg | 4.615 € |
| 8 | Nordrhein-Westfalen | 4.600 € |
| 9 | Rheinland-Pfalz | 4.599 € |
| 10 | Schleswig-Holstein | 4.577 € |
| 11 | Niedersachsen | 4.534 € |
| 12 | Thüringen | 4.380 € |
| 13 | Brandenburg | 4.362 € |
| 14 | Sachsen-Anhalt | 4.347 € |
| 15 | Mecklenburg-Vorpommern | 4.318 € |
| 16 | Sachsen | 4.290 € |
Gilt ein Tarifvertrag in Sachsen?
Für Pflegefachkräfte gibt es keinen einheitlichen Tarifvertrag, der für alle gilt. In Krankenhäusern hängt dein Gehalt vom Träger ab, etwa vom TVöD bei kommunalen Häusern, vom TV-L an Unikliniken oder von kirchlichen Arbeitsvertragsrichtlinien. Der Pflegemindestlohn gilt in Krankenhäusern nicht.
In Pflegebetrieben, also in der ambulanten, teil- und vollstationären Pflege, gilt dagegen der Pflegemindestlohn: für Pflegefachkräfte 21,03 € brutto pro Stunde seit dem 01.07.2026 und 21,58 € ab dem 01.07.2027. Pflegeeinrichtungen mit Versorgungsvertrag der Pflegekassen müssen ihre Pflege- und Betreuungskräfte seit dem 01.09.2022 mindestens auf dem Niveau eines regional anwendbaren Tarifvertrags bezahlen. Welche Regeln für dich gelten, steht in deinem Arbeitsvertrag.
Welcher Tarif in Sachsen für dich gilt
Anders als in Bayern oder Niedersachsen zahlen die sächsischen Unikliniken nicht direkt nach TV-L, sondern nach eigenen Haustarifverträgen mit ver.di. Kommunale Kliniken wie das Städtische Klinikum Dresden zahlen nach dem TVöD für Krankenhäuser. Kirchliche und private Träger wenden eigene Regeln an.
| Arbeitgeber | Tarif | Was 2026 gilt |
|---|---|---|
| Universitätsklinikum Leipzig | Haustarif mit ver.di | plus 2,8 % (mind. 100 €) rückwirkend ab 01.04.2026, insgesamt plus 5,8 % in mehreren Stufen, 38,5-Stunden-Woche |
| Universitätsklinikum Dresden | Haustarif mit ver.di | plus 2,5 % rückwirkend ab Mai 2026, bis 2028 weitere 2,5 %, 38,5-Stunden-Woche ab 2028 (Gremienvorbehalt) |
| Kommunale Kliniken, z. B. Städtisches Klinikum Dresden | TVöD (P 7) | 3.510,30 € bis 4.305,40 € ab 01.05.2026 |
| Kirchliche und private Träger | AVR, Haustarif oder frei | je nach Träger |
Achte beim Vergleich auf die Wochenarbeitszeit: Am Uniklinikum Leipzig gilt bereits die 38,5-Stunden-Woche, am Uniklinikum Dresden erst ab 2028. Bei gleichem Monatsgehalt verdienst du pro Stunde also mehr, wenn du weniger Stunden arbeitest.
Warum Sachsen im Vergleich hinten liegt
Mit einem Median von 4.290 € liegt Sachsen auf Platz 16 von 16 Bundesländern, 297 € unter dem Bundeswert. Die Großstädte liegen über dem Landesschnitt: Leipzig kommt auf 4.445 €, Dresden auf 4.369 €.
Für dich heißt das: Innerhalb Sachsens lohnt sich der Blick auf den Arbeitgeber besonders. Unikliniken mit Haustarif und kommunale Häuser nach TVöD zahlen feste Tabellenwerte plus Zulagen. Bei Trägern ohne Tarif ist dein Gehalt Verhandlungssache. Die Zahlen auf dieser Seite sind dafür dein Anker.
| Zulage im TVöD für Krankenhäuser | Höhe 2026 |
|---|---|
| Pflegezulage | 141,82 € (ab 01.05.2026) |
| Zulage TVöD-K (P 5 bis P 16) | 25 € |
| Ständige Wechselschicht | 250 € |
| Ständige Schichtarbeit | 100 € |
| Intensivstation | 100 € (Beispiel München Klinik) |
| Jahressonderzahlung P 5 bis P 8 | 90 % eines Monatsentgelts |
Anerkennung und Berufsvertretung in Sachsen
- Keine Pflegekammer: In Sachsen gibt es keine Pflichtkammer für Pflegeberufe.
- Ausländische Abschlüsse: Zuständig für Erlaubnis und Anerkennung in den Gesundheitsfachberufen ist der Kommunale Sozialverband Sachsen (KSV).
So ordnest du dein Gehalt ein
- Vergleiche nur Vollzeit mit Vollzeit. Arbeitest du in Teilzeit, rechne dein Bruttogehalt auf Vollzeit hoch – der Rechner unten macht das für dich.
- Unter 3.864 € liegst du im unteren Viertel der Vergleichsgruppe in Sachsen.
- Zwischen 3.864 € und 4.738 € liegst du im üblichen Bereich – rund um den Median von 4.290 €.
- Über 4.738 € gehörst du zum oberen Viertel.
- Die Werte enthalten Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Rechne sie mit ein, bevor du vergleichst.
Teilzeit? Rechne dein Gehalt auf Vollzeit hoch
Die Werte gelten für Vollzeit. Gib dein Bruttomonatsgehalt und deine Stunden ein – dann siehst du, wo du in Sachsen im Vergleich stehst.
Gib Gehalt und Stunden ein – das Ergebnis erscheint hier.
Ohne Gewähr: lineare Hochrechnung zur Orientierung. Die Berechnung findet nur in deinem Browser statt, wir speichern nichts. Methodik & Hinweis
Wie sich das Pflegefachkraft-Gehalt mit Fortbildungen entwickelt und wie du verhandelst, liest du im Ratgeber Pflegefachkraft Gehalt: Median, Tarif & Bundesländer.
Häufige Fragen zum Pflegefachkraft Gehalt in Sachsen
Quellen
- Bundesagentur für Arbeit – Entgeltatlas (Stichtag 31.12.2025)
- BIBB – Datenportal: Berufe in der Gesundheits- und Krankenpflege (o. S.) – Fachkraft (KldB 81302)
- Siebte Pflegearbeitsbedingungenverordnung (7. PflegeArbbV) – gesetze-im-internet.de
- Bundesregierung – Mindestlohn in der Altenpflege steigt
- Der Paritätische – Tarifliche Entlohnung in der Pflege ab 1. September 2022
- Universitätsklinikum Leipzig – Haustarifvertrag für nicht-ärztliche Beschäftigte geeint
- Universitätsklinikum Dresden – Pressemitteilung zum Haustarifvertrag (idw, 02.11.2026)
- Städtisches Klinikum Dresden – Entgeltgruppen
- oeffentlicher-dienst.info – TVöD Pflege (P-Tabelle) ab 01.05.2026
- Charité – Gehalt und Tarifverträge der Gesundheitsfachberufe
- KSV Sachsen – Anerkennung in den Gesundheitsfachberufen
- DBfK – Pflegeberufekammern in Deutschland
Über diese Gehaltsdaten
Diese Gehaltsseiten erstellt Josua Gösmann, Geschäftsführer der GOESMANN DIGITAL CONSULTING GmbH aus Paderborn, die 30-sek-bewerbung.de betreibt. Alle Zahlen stammen aus der amtlichen Entgeltstatistik und werden ohne redaktionelle Schätzung übernommen.
Methodik & Hinweis
- Datenquelle. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stichtag 31.12.2025; eigene Darstellung und Berechnung (Differenzen, Rangfolge). 30-sek-bewerbung.de ist kein Angebot der Bundesagentur für Arbeit und steht in keiner Verbindung zu ihr.
- Was die Zahlen zeigen. Bruttomonatsentgelte sozialversicherungspflichtig Beschäftigter der Kerngruppe in Vollzeit, einschließlich Sonderzahlungen. Nicht enthalten sind Teilzeit, Minijobs und Auszubildende. Ausgewiesen ist der Median: Die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger. Das untere und obere Quartil begrenzen die mittleren 50 Prozent.
- Beruf. Ausgewertet ist die Berufsgattung „Berufe in der Gesundheits- und Krankenpflege (o. S.) – Fachkraft“ (KldB 81302) der Klassifikation der Berufe 2010.
- Lücken. Werte, die auf weniger als 500 Beschäftigten beruhen, veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit nicht. Sie fehlen deshalb auch hier.
- Ohne Gewähr. Wir übernehmen die Werte sorgfältig, aber ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Es sind statistische Durchschnittswerte. Sie begründen keinen Anspruch auf eine bestimmte Vergütung und ersetzen nicht die Prüfung deines Arbeits- oder Tarifvertrags. Angaben zu Tarifverträgen sind vereinfacht; maßgeblich ist der jeweilige Vertragstext.
- Keine Rechtsberatung. Diese Seite informiert allgemein. Im Einzelfall helfen eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt für Arbeitsrecht, deine Gewerkschaft oder dein Berufsverband.
- Haftung. Für die Inhalte haften wir nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Die gesetzliche Haftung für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit bleibt unberührt.
- Fehler entdeckt? Schreib uns an info@gdc-strategie.de. Zuletzt bearbeitet am 05.11.2026.